Soziale Netzwerke vs. Privatsphäre

Es ist kein Geheimnis! Wir geben freiwillig Teile unserer Privatsphäre unbehelligt im Internet auf. Meist in den viel verbreiteten Sozialen Netzwerken, wie Xing, StudiVZ oder Facebook, die uns alle miteinander verbinden. Aber auch in Foren-Communities oder Blogs. Datenschützer schlagen vielfach Alarm und könnten sich beim Anblick des Leichtsinns mit dem Umgang privater Daten die Haare aus dem Kopf raufen.

So gut wie jeder Jugendliche ist bereits einem Sozialen Netzwerk beigetreten. Bei den Jüngeren ist es meist SchülerVZ, später dann StudiVZ oder Wer-kennt-Wen?! Was dabei manchmal veröffentlicht wird, ist bemerkenswert. Name, Profilbild und Hobbies gehören meist zum Standardrepertoire. Es geht aber oftmals viel weiter. Fotos von Freunden und der eigenen Familie werden veröffentlicht und gekennzeichnet, wer wo zu sehen ist. Schnell ist ein zusammenhängendes Netz von Freunden und Familienmitgliedern erkennbar. Von veröffentlichten Telefonnummern sei ganz zu schweigen.

Letzten Endes kann sich jeder selbst fragen, was er von dieser Tatsache hält. „Na und, was bringt einem schon das ganze Wissen? Ich habe nichts zu verbergen.“ oder „Ich lasse keinen an meine Profilseiten außer Freunde heran.“. Welches Risiko dahinter steckt? Das bleibt wohl offen. Die Tatsache, dass wir uns aber zu gläsernen Bürgern machen, deren Verhaltensmuster dadurch immer einfacher zu durchblicken ist, ist gegeben. Unsere (digitale) Privatsphäre wird in erster Linie gar nicht mal so sehr durch die heftig debattierte Online-Durchsuchung unterhöhlt, sondern vielmehr durch unseren eigenen Leichtsinn. Was wir veröffentlichten, ist jedem Einzelnen freigestellt. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns nicht in einem privaten Freundschaftskreis befinden, sondern im globalen Netzwerk. Was wir publizieren, kann schon kurz darauf durch Suchmaschinen weltweit abgerufen werden.

Was einmal den Weg ins Internet gefunden hat, findet ihn nicht mehr so schnell heraus.

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